Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Sitemap




unsere Partner:
!zeichen.seTzung Mediengestaltung

Home über uns Vereine Fotos Berichte Pinnwand
Was alles im Steinaggertal los war ... - Archiv

2008
Es war wieder so weit - Weihnachtstag in Mittelagger

Weihnachtstag 2008 Die Premiere im letzten Jahr brachte so viel positive Resonanz, dass die Vereine des Steinaggertals auch in diesem Jahr einen Weihnachtstag ausgerichtet haben.

Am Samstag vor Heiligabend öffneten die Holzhäuschen auf dem Spielplatzgelände um 14.00 Uhr ihre Fenster. Leider war Petrus nicht so gnädig wie 2007. Die Temperaturen waren deutlich milder, dafür regnete es den ganzen Tag. Trotzdem ließen sich die vielen Besucher nicht abschrecken. Bunte Schirme belebten das Grau auf dem Spielplatz, Kaffee und Glühwein, Waffeln und gebrannte Mandeln lockten zum Verweilen.
 
Ein Treffpunkt, um sich auf Weihnachten einzustimmen, soll der Weihnachtstag sein. Deshalb gab es zwar allerlei zum Genießen, neben Brüh- und Bratwürstchen auch Wildsuppe und frisch geräucherte Forellen, aber keine kommerziellen Weihnachtsmarktstände. Vielleicht auch ein Grund, warum sich viele trotz des ungemütlichen Wetters aufgemacht haben, um die liebevolle Arbeit der Vereine zu honorieren.

Auftritte einer Bläsergruppe und des Kinder- und Jugendchors Steinaggertal ließen Weihnachtslieder über den Platz klingen und zwei Schafe brachten ein wenig Krippenatmosphäre.
Der große Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes wurde gemeinsam geschmückt. Jung und Alt bekam am Eingang des Platzes Kugeln und Schleifen in die Hand gedrückt, die sie nach und nach an den dunkelgrünen Zweigen aufhängten. Als es langsam dunkel wurde, leuchtete der Baum weit und die Häuschen strahlten warm in den Dezemberabend.

Ein friedlicher und fröhlicher Weihnachtstag in Mittelagger läutet die letzte Zeit des Jahres ein. Wir sagen allen Danke, die sich mit viel Engagement am Gelingen beteiligt haben. Und wir wünschen

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr !

(U.L.)

Ein Fotoalbum zum Weihnachtstag findet ihr hier.

Vielen Dank an Jürgen Rumpel, der in diesem Jahr fotografiert hat.

* * * * * * * * * *

Die Volksbank Oberberg hat Oberbergs beste Zukunftsideen unter dem Motto

"Zukunftspreis Demographie Oberberg"

prämiert und Mittelagger war dabei.

In dem Handlungsfeld "Planen, Bauen, Wohnen unter neuen Rahmenbedingungen" wurde Mittelagger ein Sonderpreis verliehen.
Aus der Laudatio von Wiehls Bürgermeister Becker-Bloningen:
Zentraler Dorfplatz in Mittelagger
Der Ort Mittelagger soll einen Dorfplatz erhalten. Ein Platz, der allen Vereinen und Bürgern des Ortes dienen kann. Allein der Prozess, diesen Dorfplatz zu errichten, stärkt schon das Miteinander der Menschen und Vereine im Dorf. Gemeinsam wurden bereits störende Behelfsbauten abgerissen. Schon die Arbeit zeigt, wie generationenübergreifend hier ein Ziel gemeinsam angepackt wird.
Der Sonderpreis wurde mit 250 Euro honoriert.

Urkunde Zukunftspreis Demographie

* * * * * * * * * *

Laterne, Laterne - Sonne, Mond und Sterne

Das Jahr ist schnell vergangen und wieder steht der Martinstag vor der Tür. Der 11. November ist dem Heiligen geweiht, in Mittelagger ziehen die Kinder dieses Mal schon am Sonntag, dem 9. November singend von Tür zu Tür.

Der Morgen verspricht typisches Novemberwetter mit grauen Wolken, Regen und Wind. Das Regengebiet soll aber laut Wetterbericht schnell durchziehen und am Nachmittag - wie in Mittelagger üblich - hört der Regen auf und der Wind lässt nach.
In der Dämmerung treffen sich die Kinder - ebenfalls wie üblich - in zwei Gruppen, damit die Wege durchs Dorf nicht zu lang werden. Zwei Stunden wandern und singen ist anstrengend für die Martins-Jünger, von denen die meisten im Kindergarten- oder Grundschulalter sind.

In den ersten Häusern sind die Fenster dunkel, keine Reaktion auf das Klingelzeichen. Allerdings gibt es Menschen, die an die Kinder gedacht haben und mit einem lieben Gruß eine Gabe für die Sänger an die Tür gehängt haben. Danke dafür.
Endlich ein Haus, in dem Fenster erleuchtet sind. Die Kinder sammeln sich vor der Haustür, einer drückt den Klingelknopf und alle fangen an zu singen. Mit einem lauten Rauschen schnurrt ein Rollladen vor das helle Fenster. Aber dann öffnet sich die Tür und die Kinder werden mit Süßigkeiten für ihr Lied belohnt.
Weiter ziehen sie, lassen ihre Laternen in der Dunkelheit leuchten, die Sonnen und Monde, die selbst gebastelten Enten, Blechbüchsen-Kerle und bunt bemalten Herbstdrachen. An manchem Haus gibt es auch für die begleitenden Eltern eine kleine Stärkung und die Bollerwagen füllen sich mehr und mehr.
 
In der Sängerklause wird die Beute sortiert und in Tüten gesteckt, das geschenkte Geld gezählt und gerecht aufgeteilt. Währenddessen genießen die Kinder erschöpft ihren Weckmann und ein Trinkpäckchen und erholen sich ein wenig. Julia Neumann spielt mit der Querflöte auf, und alle mobilisieren ihre letzten Stimmkräfte für "Sankt Martin" und "Ich geh mit meiner Laterne". Die Beutel mit Süßigkeiten und der Taschengeldzuschuss werden verteilt, dann löst sich die Gesellschaft langsam auf.
Denn morgen ist Montag, Alltag. Kindergarten und Schule rufen.

Und im nächsten Jahr? Da sind bestimmt alle wieder dabei.

(U.L.)

Zu den Bildern geht es hier.

* * * * * * * * * *

Sommerfest in Mittelagger am Samstag, 16.08.2008

Der Wetterbericht wurde im Laufe der Woche immer günstiger, schließlich meldete er: kein Regen, 10 Sonnenstunden, Temperaturen über 20°C. Mittelagger strahlte und das Sommerfest konnte starten. Ein Tag für die ganze Familie, für Jung und Alt.

Die Kinder konnten bei Spielen und Experimenten rund ums Wasser herausfinden, wieviel "Wasserteufel" in ihnen steckte, während die Eltern Kaffee und Kuchen genossen oder sich Bratwurst und Grillsteak schmecken ließen.
Gleichgewicht und Beweglichkeit musste zeigen, wer die Spielgeräte von Mobikit ausprobieren wollte.

Die neue Kür der "Einradzicken" aus Mittelagger begeisterte das Publikum, denn die sieben Mädchen hatten sich allerhand einfallen lassen. Auf dem festen Boden des Bolzplatzes rollten ihre Einräder zu abwechslungsreichen Kunststücken mit Ball, Reifen und als Zugabe sogar einer Wippe.

Zauberer Monini zog mit seinen Zauberlehrlingen alle in seinen Bann. Kaum glaubte man, einen Trick durchschaut zu haben, setzte er noch einen drauf zum Staunen der Zuschauer. Bürgermeister Gregor Rolland wurde mit einem Zaubermantel und Moninis Hilfe sogar selber zum Zauberkünstler und erntete reichen Applaus.

Schottische Töne wehten über den Platz, als zwei Musikerinnen ihre Dudelsäcke erklingen ließen. Ein exotisches Intermezzo.
 
Bürgermeister Gregor Rolland sprach als Schirmherr der Veranstaltung ein Grußwort, in dem er vor allem die Zusammenarbeit und den Einsatz der Vereine im Steinaggertal beim Projekt "zentraler Dorfplatz Mittelagger" lobte.

Ihre eigene Version des Märchens "Schneewittchen" brachten die Einradzicken auf die Bühne. Sie hatten keine Mühen gescheut, für das passende Bühnenbild und Kostüme gesorgt und ausgiebig für diese Vorstellung geprobt.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Live Musik. "Eddie and the heartbreakers" wärmten das Publikum auf mit Stücken wie "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" und "Satisfaction".
Die SYD Live Band rockte danach drei Stunden lang den Dorfplatz. Klassiker und aktuelle Hits - die Band und vor allem Yvonne Neumanns Stimme gab ihnen einen ganz eigenen Ausdruck.

Wieder mal ein rundum gelungenes Fest auf dem Dorfspielplatz in Mittelagger.
Ein Dank geht vor allem an die vielen Helfer, die für den reibungslosen Ablauf des Tages gesorgt haben.

(U.L.)

Ein paar Eindrücke vom Sommerfest könnt ihr euch hier anschauen.

* * * * * * * * * *

Das ganze Steinaggertal packt an !

Vorbereitende Maßnahmen zum zentralen Dorfplatz in Mittelagger haben begonnen

Seit über einem Jahr bemühen sich die Vereine und Institutionen im Steinaggertal darum, die zentral gelegenen Behelfsbauten mit Zustimmung der Gemeinde abzureißen und die Chance für einen zentralen Dorfplatz zu ermöglichen.
Das Bebauungsplanverfahren BP 25 Mittelagger zentraler Dorfplatz ist in der Offenlage, aber die Euphorie ist so groß, dass vorbereitende Arbeiten schon begonnen wurden.
"Es muss den Bürgern gezeigt werden, dass auch etwas passiert", so Axel Osterberg vom Gemeinderat. Das ist auch der Grund, warum der Abriss der Behelfsbauten vorangetrieben wird.
"Es ist schon ein Novum, dass alle fünf Vereine und zwei Institutionen des Steinaggertales an einem Strang ziehen und die gute Idee unterstützen.", so Jürgen Neumann von der Interessengemeinschaft Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V., die als Sprachrohr aller Beteiligten gegenüber der Gemeinde fungiert. Die Freiwillige Feuerwehr Mittelagger, die Veteranenfreunde Steinaggertal, der MGV Liederkranz Mittelagger, der Kinder- und Jugendchor Steinaggertal, der Frauenchor Steinaggertal und der AWO Kindergarten "Lotte Lemke" haben sich dem Ziel verschworen, das Herzstück in der Schulstraße nicht für eine intensive Bebauung frei zu geben, sondern die Nutzung und Gestaltung selbst zu bestimmen. Und die Unterstützung aus Politik und Verwaltung ist den Beteiligten gewiss.

Abriss Behelfsbauten Abriss Behelfsbauten

Am Freitag, dem 11.07.2008, war es dann so weit. Das Projekt Abriss der 15 Jahre alten Behelfsbauten stand auf dem Programm. Zusammen mit den beteiligten Vereinen und Institutionen ging es an den fachgerechten Abbruch und die Entsorgung. Immerhin mussten 25 Tonnen Baumaterial pro Haus bewegt und nach Holz, Dämmwolle und Baurestmüll getrennt werden. Aktiv unterstützt wurde die Aktion von der Dorfgemeinschaft Oberagger und dem Heimat- und Verschönerungsverein Allenbach. Auch der Ratsvertreter Axel Osterberg und der Bürgermeisterkandidat Rüdiger Gennies beteiligten sich aktiv an den Abrissarbeiten.
Am Samstag, dem 12.07., konnten beim gemeinsamen Abschlussgrillen alle Beteiligten mit Stolz auf die geleistete Arbeit zurücksehen. Am darauf folgenden Wochenende wurde die Aktion wiederholt, wobei die verbleibenden Häuser abgerissen und entsorgt wurden.

Ein herzlicher Dank geht an die Nachbarn, die spontan mit Kaffee und Brötchen die gute Aktion unterstützten. Ein weiterer Dank gilt allen Helfern für die tatkräftige Unterstützung und den Unternehmen für die Bereitstellung von Maschinen und Equipment.
Bei solch einem Tatendrang bei den vorbereitenden Maßnahmen ist einem um die Realisierung des zentralen Dorfplatzes nicht bange.

Mitmachen kann übrigens jeder, der Lust und Laune hat, ein gemeinschaftliches Vorhaben zu verwirklichen.

* * * * * * * * * *

Den Wildtieren auf der Spur

Ein nebelgrauer Morgen. Kein Regen, kein Schnee, kein Frost. Rechtzeitig zum Beginn unseres "Wildtiere-Tages" riss der Himmel auf, zeigte Blau und eine blasse Sonne. Mittelagger hatte wieder mal Glück.

Auf dem Spielplatzgelände standen bereits ein großer Pavillon und einige Bierzelt-Garnituren, als der Anhänger der Rollenden Waldschule ausgepackt wurde. Stellwände mit Vögeln und Kleintieren, Tische, auf denen Fuchs und Jungfuchs friedlich neben Marder und Dachs hockten. Reiher, Bussard und Fasan flogen nicht davon, als die ersten Gäste an ihnen vorbei defilierten, Kinder sanft über Fell und Gefieder strichen. Krähenrufe und Amselzwitschern tönten aus dem CD-Player.

Das Stampfen eines Ein-Zylinder-Diesels kündigte den Traktor an, der uns gruppenweise mit einem Anhänger zum Startpunkt unserer kleinen Wüstenbach-Revier-Safari bringen sollte. Nach zehnminütiger Schaukelfahrt ausgeladen, ging es nun zu Fuß - immer dem Jäger mit Hund hinterher - über Wiesen und matschige Wege, durch Wald und über kleine Bäche.

Wir lernten den Unterschied kennen zwischen Kanzel-Hochsitz und Leitersitz (der bei schlechtem Wetter ausgesprochen ungemütlich sein muss). Auf den feuchten Pfaden konnten wir Wildwechsel gut erkennen, die Spuren von Dachs und Reh sehen. Und die Kinder planschten in ihren Stiefeln durch die Pfützen. Im Wald ging es über Stock und Stein, durch weiches Sternmoos, Hügel hinab und jenseits eines kleinen Baches wieder hinauf auf schmalem Trampelpfad.

An einer feuchten Stelle fanden wir eine Wildschwein-Suhle, in der die Tiere mit einem Schlammbad ihre Körperpflege betreiben. Anschließend reiben sie sich an so genannten Mahlbäumen, um mit dem Lehm auch das Ungeziefer zu verlieren. Wir fragten, warum die Mahlbäume so schwarz glänzende Flecken hätten und warum es so eigentümlich roch. Die schwarzen Flecken sind Buchenholzteer, mit dem die Jäger regelmäßig die Bäume einstreichen. Die Wildschweine mögen den Geruch und reiben sich vornehmlich an diesen Bäumen. Und die Jäger können sehen, wie oft die Schweine da waren.

Nur ein kurzes Stück weiter zeigte uns der Jäger große Löcher im Hang: Dachsbauten. Mehrere Eingänge gehören zu einem Wohnkessel, den der Dachs sich auspolstert mit Zweigen und trockenem Gras. Er mag es wohl gemütlich. Aber er ist auch schüchtern, gesehen haben wir leider keinen.

An einem Pfad, der von verschiedenen Wildtieren genutzt wird, stand eine seltsame Skulptur: ein Baumstamm, auf etwa 1,50 m Höhe abgesägt und darauf ein weißer Block mit Nägeln befestigt. Ein Salzstein. Vom Regen löst sich das Salz langsam auf und benetzt den Stamm. Das Wild braucht das Salz, leckt am Stamm und holt sich seine Ration.

Wildschweine sind außerdem ganz wild auf Würmer und Engerlinge. Die suchen sie sich mit Vorliebe auf Weiden, indem sie mit ihren Schnauzen das Gras anheben und den Boden durchwühlen. Eine Wildschweinrotte kann so bei Landwirten großen Schaden anrichten, denn eine Wiese, die sie besucht haben, sieht aus wie umgepflügt.
An manchen Stellen legen die Jäger auch Mais aus, das nennt man Kirrung. Der Mais wird unter Steinen versteckt, die die Wildschweine locker zur Seite wuchten, um an die Leckerchen zu kommen. Eine Uhr, die auf Bewegung reagiert und Zeiten abspeichert, informiert die Jäger, wann die Wildschweine dort waren.

Auf dem letzten Stück unseres Weges konnten wir Schäden sehen, die das Orkantief "Kyrill" im letzten Jahr verursacht hatte: ein großer Windbruch. Auch hier war ein ganzer Wald dem Sturm zum Opfer gefallen.
Einzelne Bäume, die schon länger tot waren, wurden von Baumpilzen besiedelt, die wie Diskusscheiben an den Stamm geheftet schienen. Und bei genauem Hinschauen entdeckten wir Löcher im Stamm. Spechte hatten die toten Bäume zu ihren Wohnplätzen auserkoren und ihre Höhlen hineingehämmert.

Nach der Rückfahrt zum Spielplatzgelände mussten Kinder und Jugendliche zeigen, ob sie unterwegs gut aufgepasst hatten. Zehn Fragen galt es zu beantworten, um zum Wüstenbach-Sheriff ernannt zu werden und einen Sheriff-Stern-Button zu bekommen. Und alle haben sie ihn bekommen.

Bei Sonnenschein, milden Temperaturen und Würstchen haben wir den Nachmittag ausklingen lassen. Und weil die Jugend immer noch reichlich Energie hatte, haben sich Mädchen und Jungen auf dem Bolzplatz ein ausgiebiges Fußballmatch geliefert.
Wer gewonnen hat? Ich denke, es wird unentschieden ausgegangen sein.

(U.L.)

Zu den Bildern geht es hier.

* * * * * * * * * *