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Was alles im Steinaggertal los war ... - Archiv

2010
Zelte, Drachenboot und wilde Horden

Nach dem Regen der letzten Tage rissen die Wolken auf und ließen Sonnenstrahlen auf ein gestrandetes Wikingerboot fallen. Das rot-weiß-gestreifte Segel flatterte im Wind, der Drachenkopf blickte grimmig auf die Gestade, an denen die wilden Horden nun für die nächsten Tage festsaßen.
Auf dem Spielplatz in Mittelagger schlugen sie ihre Zelte auf, hängten die Kessel über das Feuer und harrten auf bessere Zeiten.

Solche Geschehnisse bleiben in einem Dorf nicht unentdeckt und am Samstag, den 28. August Anno 2010, fanden sich die Einwohner des Steinaggertals auf dem Platz ein, um die Gäste zu bestaunen, um ihre Handwerkskünste zu sehen, um zu essen und zu trinken.
Wettergott Thor meinte es nicht gut mit diesen Mutigen, immer wieder ließ er seine Schauer auf die Menschen herabrauschen. Die aber trotzten ihm und die jüngsten unter ihnen wagten sich an verschiedene Prüfungen, um Krieger Odins zu werden und einen Wikingerorden zu erhalten. Sie arbeiteten an ihrer Ausrüstung, ließen sich Stammeszeichen auf die Wange malen und versuchten sich beim Drechseln und der Seilmacherei.
Ein Schmied zeigte seine Künste, ließ den Hammer immer wieder auf ein Hufeisen niedergehen, glühte es, schlug und arbeitete, bis er dem Publikum ein wundersames Werkzeug präsentieren konnte.
Einer der Höhepunkte des Nachmittags: Bürgermeister Rüdiger Gennies - Schirmherr der Veranstaltung - begrüßte die Gäste, lobte den Einsatz der an diesem Spektakel Beteiligten und forderte alle auf, die Vereine und ihre ehrenamtliche Arbeit im Steinaggertal tatkräftig zu unterstützen. Denn dieses Wirken stärke das Tal und komme allen Einwohnern zugute.
Anschließend konnte Bürgermeister Gennies die brandneue Infotafel "Steinaggertaltreff" am Dorfplatz in Mittelagger einweihen. Zusammen mit Abgesandten der Vereine enthüllte er die Tafel, die von nun an ein zentraler Infopunkt sein soll, z.B. für Termine der Vereine und Mitteilungen von Bürgern für Bürger.
Vielen Dank an Dirk Lünschermann, den Ortsvorsteher von Mittelagger, der den "Steinaggertaltreff" gespendet hat.

Am Abend verlagerte sich das Treiben in die Sängerklause, drei Bands traten auf.
Den Start machte die Jugendband "Vorwärz", gefolgt von "Clumsy fellow". Beide spielten sowohl Coversongs als auch Selbstgeschriebenes - Respekt !
Nach einer kurzen Umbaupause folgten dann die "Four Heartz" um Andreas "Early" Erlinghagen, den 2. Vorsitzenden der IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. Jede Menge Oldies begeisterten das Publikum und luden zum Mitsingen und Tanzen ein.
 
In diesem Jahr hat es mit dem Wetter leider - und wohl zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins - nicht geklappt, so dass am Sonntag das Fest nicht fortgesetzt wurde. Trotzdem hoffen wir, dass alle, die dabei waren, Spaß hatten.
Und ein großer Dank geht wie immer an alle, die bei diesen widrigen Umständen mit voller Kraft dabei waren und das Wikingerfest möglich gemacht haben.

(U.L.)

Ein Fotoalbum zum Wikingerlager im Steinaggertal gibt's hier.

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Der zentrale Dorfplatz in Mittelagger - Zukunft gemeinsam meistern

Zwischen den Vereinen im Steinaggertal wird ein Kooperationsvertrag geschlossen

In letzter Zeit scheint es still geworden zu sein um den geplanten Dorfplatz in Mittelagger. Äußerlich bewegte sich - auch aufgrund des langen, schneereichen Winters - nichts.
Doch in Wirklichkeit sind weitere Schritte auf dem Weg zu einem lebendigen Dorfmittelpunkt getan.

Über die Nutzung des Platzes durch die verschiedenen Vereine wurde intensiv diskutiert. Wer hat welche Bedürfnisse? Wer kann was für die Instandhaltung leisten? Welche Arbeiten können wann in Angriff genommen werden.

Die Rahmenbedingungen werden durch geplante Baumaßnahmen der Gemeinde vorgegeben.
Die Ersbachverrohrung zwischen Eckenhagener Straße und Schulstraße soll erneuert werden, in der Schulstraße selber stehen Straßenarbeiten und Wasserleitungsbau an, außerdem sind Entwässerungsleitungen quer über den zukünftigen Dorfplatz beabsichtigt.
Diese Maßnahmen beeinträchtigen den Dorfplatz direkt (Baustofflager) und indirekt (infolge Straßensperrungen).

Mit dem Frühling starten also nicht sofort die Arbeiten am Dorfplatz. Aber eine wichtige Wegmarke ist erreicht:
Der Pachtvertrag mit der Gemeinde Reichshof steht. Für die IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger e.V. unterschreibt der 1. Vorsitzende Jürgen Neumann.
In einem Untervertrag vereinbaren die beteiligten Vereine ihre Zusammenarbeit. Ortsvorsteher Dirk Lünschermann hat ihn mit der freundlichen Unterstützung von Stefan Hansen ausgearbeitet.

Ein Dorfplatz als zentraler Treffpunkt für Jung und Alt, als Veranstaltungsort für vielfältige Events - den wollen sie alle: Freiwillige Feuerwehr, MGV Liederkranz, Kinder- und Jugendchor, Veteranenfreunde und nicht zuletzt die IG Dorf- und Spielplatz. Darin sind sie sich einig.
Die Durchführung dieses ehrgeizigen Unternehmens erfordert viel Einsatz, Ideen und Geld. Wer die Vereine unterstützen möchte, meldet sich bei Jürgen Neumann (Tel.: 02265 / 991019) oder schickt eine E-Mail an   mittelagger@loeskenweb.de

Kooperationsvertrag
v.l.n.r.: Alexander Eregyin (MGV Liederkranz), Dirk Lünschermann (Ortsvorsteher, in Vertretung für die Feuerwehr),
Andreas Erlinghagen (IG Dorf- u. Spielplatz), Werner Mosberger (Kinder- u. Jugendchor), Jürgen Corten (Veteranenfreunde).


 (Text und Foto: U.L.) 

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Komm loss mer fiere - Karneval in Mittelagger

Mit einer Verspätung von nur einer Minute nahm die wilde Horde aus dem Steinaggertal die Fahrt zum Karnevalsumzug in Denklingen auf. Aus Sicherheitsgründen wurde eigens ein Bus gechartert und Busfahrer Frank fuhr uns sicher an den Startplatz. Nach dem Anbringen des Segels und der Ruder konnte das eigens gebaute Wikingerboot in See stechen. Auch ein platt gefahrener Reifen in Denklingen konnte uns den Spaß nicht mindern.
Eine ca. 30 Mann starke Wikingerhorde aus Teilnehmern aller Altersklassen, aus Schönenbachern und Mittelaggerern, gespickt mit Freunden und Arbeitskollegen nahm gegen 14°° Uhr auf dem Startplatz Aufstellung. Als es losging, wurden die Wikinger von einer tosenden Menschenmenge empfangen und Rufe nach Kamelle und Strüßcher hallten durch die Straßen. Die Wikinger jedoch konnten mit ihrer großen Trumm, nicht enden wollenden Siegesrufen und jeder Menge Kamelle die Tausenden von Zugbesuchern in Schach halten.

Anders als im Vorjahr wurde der Abschluss in diesem Jahr selbst organisiert. Nach der glorreichen Rückkehr ins Steinaggertal feierten die Wikinger mit zahlreichen Jecken aus Mittelagger und Umgebung eine rauschende Party.
Pünktlich um 19°° Uhr ging es in der Sängerklause unter dem Motto "Komm loss mer fiere" musikalisch mit Edgar und seinen singenden Engeln los. Als ersten Höhepunkt konnten die Frau "STEINAG" - alias Petra Neumann - und die Frau "GERTAL" - alias Claudia Verhülsdonk - präsentiert werden. Die beiden als Landfrauen verkleideten Damen fassten das komplette Jahr im Steinaggertal zusammen. Und welche Details die beiden kannten, das war schon beängstigend. Wunderbar akzentuiert vorgetragen wurde die eine oder andere Geschichte wieder aufgewärmt. Im Programm wurden Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft Oberagger, dem Indianerfest, des Wintertages oder der Fackelschlittenparty ebenso aufgenommen, wie die gemeinsamen Blutspendetermine oder die Stammtischereignisse. Die beiden Damen ernteten viel Beifall und durften die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen und mussten das Versprechen abgeben, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen.
Als weiteres Highlight konnte "Der Klomann aus Berlin" alias Wolfgang Grube für Mittelagger gewonnen werden. Nach dem Donnerwetter für die viel zu laute und unaufmerksame Thekenrunde ging es um kleine und große Geschäfte, die Vorteilhaftigkeit von viel Trinkgeld und trotzdem sauberen Toiletten und Wandpissern mit Regenschirmen. Dass auch dieser Programmpunkt bestens ankam, zeigt die Zugabe mit einer detaillierten Beschreibung der Vor- und Nachteile unterschiedlicher BH-Größen. Als Hinweis für alle Nichtinformierten: Es gibt "12" verschiedene und unterschiedlich wirkende Größeneinteilungen. Wir danken Wolfgang nochmals ganz herzlich für seinen Auftritt und würden uns freuen, ihn nochmals hier begrüßen zu dürfen.
Die fantastische Bauchtanzeinlage von Andrea Martini bildete den krönenden Abschluss eines gelungenen Programms. Zu diesem Zeitpunkt gehörte auch das krampfhafte Festhalten an der Theke der Vergangenheit an. Alle wohnten dem Tanz bei und schwangen innerlich die Hüften mit. Die Feiernden waren jedoch noch lange nicht bereit nach Hause zu gehen, Augenzeugen zufolge verließen die letzten Gäste um 4 Uhr morgens die Sängerklause.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben in finanzieller sowie in tatkräftiger Hinsicht und damit dazu beigetragen haben einen solch großartigen Karnevalstag zu erleben.

Mittelagger Alaaf !

(Text: P.N., C.V.)

Beim Zug und bei der Party haben Petra Neumann, Claudia Verhülsdonk und Annika Rentrop fotografiert. Danke dafür, dass ihr uns ein Album zusammengestellt habt.

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