Es werde Licht

Es werde Licht

27/03/2015 Aus Von Uta Lösken

Beleuchtungsprojekt der IG Dorf- und Spielplatz Mittelagger für Buswartehäuschen

In der Gemeinde Reichshof gibt es rund 200 Bushaltestellen, viele davon in der offenen Landschaft. Keine Straßenlampe, kein Stromanschluss – das bedeutet vor allem in der dunklen Jahreszeit schlechte Sichtbarkeit und Gefahr.
Studenten der FH Gummersbach haben sich dieser Problematik angenommen und stellten ihre Projektarbeit „Autarke solare Beleuchtungseinheit“ am Freitag, 27.03.2015, um 17.00 Uhr in der Sängerklause in Mittelagger vor. Denn die Pilotanlage ist für Mittelagger geplant, soll das Buswartehäuschen in Fahrtrichtung Eckenhagen ins rechte Licht rücken.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Jürgen Neumann, 1. Vorsitzender der IG Dorf- und Spielplatz, übernahm zuerst Professor Hartmut Bärwolff das Wort und skizzierte die Hintergründe des Projektes, das 2015 perfekt zum „Internationalen Jahr des Lichts“ passt. Dann erläuterten die Studenten Thomas Ludwig und Peter Schweimnitz anhand einer PowerPoint-Präsentation ihre umfangreichen Recherchen, Berechnungen und Planungen.

Auch in unserer Region ist die Beleuchtung einer Bushaltestelle über Solarstrom möglich. Verwendet werden energiesparende LED-Leuchten, Solarpanels zur Erzeugung des Stroms und Akkumulatoren, um die Solarenergie des Tages für die dunklen Stunden zu speichern. Die Dimensionierung einer solchen Beleuchtungseinheit hängt von Tagesdauer, Lichtverhältnissen und dem Beleuchtungsbedarf ab, muss also individuell bestimmt werden. Am Beispiel der Bushaltestelle in Mittelagger haben die Studenten ein Konzept entwickelt, das hier vermutlich bis zum Sommer aufgebaut wird. Wenn es sich bewährt, kann es auf andere Standorte übertragen werden.
Dazu werden zwei LED-Strahler am Wartehäuschen selbst montiert, Akkumulator und Solarpanel können – Dank an Achim Gerhard – in bzw. auf der Scheune daneben angebracht werden.

Im Anschluss an die Präsentation entwickelte sich eine rege Diskussion mit den Zuhörern, bei der auch Fragen von Installation, Wartung und nicht zuletzt Finanzierung angesprochen wurden.
Bürgermeister Rüdiger Gennies zeigte sich interessiert an dieser Möglichkeit, relativ kostengünstig für mehr Sicherheit an den Bushaltestellen zu sorgen, und bot Unterstützung für die praktische Durchführung des Projektes an.

zum Foto: v.l.n.r.: Jürgen Neumann, Bürgermeister Rüdiger Gennies, Achim Gerhard, Prof. Hartmut Bärwolff, Thomas Ludwig, Artur Lischke, Peter Schweimnitz