Komm loss mer fiere – Karneval in Mittelagger

Komm loss mer fiere – Karneval in Mittelagger

28/02/2010 Aus Von Jürgen Neumann

Mit einer Verspätung von nur einer Minute nahm die wilde Horde aus dem Steinaggertal die Fahrt zum Karnevalsumzug in Denklingen auf. Aus Sicherheitsgründen wurde eigens ein Bus gechartert und Busfahrer Frank fuhr uns sicher an den Startplatz. Nach dem Anbringen des Segels und der Ruder konnte das eigens gebaute Wikingerboot in See stechen. Auch ein platt gefahrener Reifen in Denklingen konnte uns den Spaß nicht mindern.
Eine ca. 30 Mann starke Wikingerhorde aus Teilnehmern aller Altersklassen, aus Schönenbachern und Mittelaggerern, gespickt mit Freunden und Arbeitskollegen nahm gegen 14°° Uhr auf dem Startplatz Aufstellung. Als es losging, wurden die Wikinger von einer tosenden Menschenmenge empfangen und Rufe nach Kamelle und Strüßcher hallten durch die Straßen. Die Wikinger jedoch konnten mit ihrer großen Trumm, nicht enden wollenden Siegesrufen und jeder Menge Kamelle die Tausenden von Zugbesuchern in Schach halten.

Anders als im Vorjahr wurde der Abschluss in diesem Jahr selbst organisiert. Nach der glorreichen Rückkehr ins Steinaggertal feierten die Wikinger mit zahlreichen Jecken aus Mittelagger und Umgebung eine rauschende Party.
Pünktlich um 19°° Uhr ging es in der Sängerklause unter dem Motto „Komm loss mer fiere“ musikalisch mit Edgar und seinen singenden Engeln los. Als ersten Höhepunkt konnten die Frau „STEINAG“ – alias Petra Neumann – und die Frau „GERTAL“ – alias Claudia Verhülsdonk – präsentiert werden. Die beiden als Landfrauen verkleideten Damen fassten das komplette Jahr im Steinaggertal zusammen. Und welche Details die beiden kannten, das war schon beängstigend. Wunderbar akzentuiert vorgetragen wurde die eine oder andere Geschichte wieder aufgewärmt. Im Programm wurden Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft Oberagger, dem Indianerfest, des Wintertages oder der Fackelschlittenparty ebenso aufgenommen, wie die gemeinsamen Blutspendetermine oder die Stammtischereignisse. Die beiden Damen ernteten viel Beifall und durften die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen und mussten das Versprechen abgeben, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen.
Als weiteres Highlight konnte „Der Klomann aus Berlin“ alias Wolfgang Grube für Mittelagger gewonnen werden. Nach dem Donnerwetter für die viel zu laute und unaufmerksame Thekenrunde ging es um kleine und große Geschäfte, die Vorteilhaftigkeit von viel Trinkgeld und trotzdem sauberen Toiletten und Wandpissern mit Regenschirmen. Dass auch dieser Programmpunkt bestens ankam, zeigt die Zugabe mit einer detaillierten Beschreibung der Vor- und Nachteile unterschiedlicher BH-Größen. Als Hinweis für alle Nichtinformierten: Es gibt „12“ verschiedene und unterschiedlich wirkende Größeneinteilungen. Wir danken Wolfgang nochmals ganz herzlich für seinen Auftritt und würden uns freuen, ihn nochmals hier begrüßen zu dürfen.
Die fantastische Bauchtanzeinlage von Andrea Martini bildete den krönenden Abschluss eines gelungenen Programms. Zu diesem Zeitpunkt gehörte auch das krampfhafte Festhalten an der Theke der Vergangenheit an. Alle wohnten dem Tanz bei und schwangen innerlich die Hüften mit. Die Feiernden waren jedoch noch lange nicht bereit nach Hause zu gehen, Augenzeugen zufolge verließen die letzten Gäste um 4 Uhr morgens die Sängerklause.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben in finanzieller sowie in tatkräftiger Hinsicht und damit dazu beigetragen haben einen solch großartigen Karnevalstag zu erleben.

Mittelagger Alaaf !

(Text: Petra Neumann, Claudia Verhülsdonk)

Beim Zug und bei der Party haben Petra Neumann, Claudia Verhülsdonk und Annika Rentrop fotografiert. Danke dafür, dass ihr uns ein Album zusammengestellt habt.