Neuigkeiten aus dem Süden

Neuigkeiten aus dem Süden

26/12/2007 Aus Von Uta Lösken

Ex-Oberberger – Die Neigeplackten – führen „Zünftige“ Kölsch Gespräche beim Adventsmarkt Hockenheim

Die Rennstadt Hockenheim hatte im Sommer 2007 die Neugestaltung des 30. Adventsmarktes beschlossen. Per Zeitungsbericht wurden die Hockenheimer informiert und auch „neue Themen“ für die Marktbuden gesucht.
Die ehemaligen „Reichshöfer aus Mittelagger“ Charlott Neugebauer und Siggi Baier bewarben sich und bekamen den Zuschlag, eine Bude für die drei Tage des Adventsmarktes zu betreiben.
Das Plakat „die Neigeplackten“ ließ so manchen Kurpfälzer innehalten und er/sie wusste sofort, das sind die Zugezogenen oder der Kölner sagt auch die Immies.
Den Bezug zur alten Heimat „Oberberg“ stellte der Ausschank von „ZUNFT Kölsch“ aus der Bielsteiner Brauerei her, umrahmt von Röggelchen als „halven Hahn“ und „kölschem Kaviar“ sowie von zwei weiteren Kölschsorten aus Köln selber. Die besonders „hartgesottenen Gäste“ konnten sich an Meinerzhagener Flüssigprodukten versuchen.
Die Firma „Kunststofftechnik Rumpel – auch aus Mittelagger – stellte ihr neu entwickeltes Konstruktionsspielzeug „Fantastec“ aus, so dass technisch interessierte Kinder etwas zu schauen und zu parlieren hatten. Alles durch Frau Neugebauer selbst organisiert und „importiert“, das Bier natürlich beim Getränkevertrieb Korb aus Mittelagger.
Wenn gleich der große Geschäftserfolg ausblieb, so wurde doch von den Gästen ausgiebig die Region Köln und das Oberbergische angesprochen und diskutiert. Man glaubt gar nicht, wie viele Nachbarn aus der „bergischen und Kölner Region“ aus beruflichen Gründen oder der Liebe wegen „neigeplackt wurden“, meinte Baier, der das Oberbergische ebenfalls aus beruflichen Gründen verlassen musste.
Bei einem „zünftigen Glas“ und einem Gespräch über dessen Herkunft – der Diebstahl der Braurechte der Bielsteiner von den Bergneustädtern – Geburtsstadt von Baier – lassen sich wunderbare Kontakte knüpfen. Und die Frage der Standbesucher, „wie es denn im Bergischen aussieht“, kann man mit der Bierwerbung einer Siegerländer Brauerei (Krombacher) bestens erklären, die ja bekanntlich die Wiehltalsperre als Werbeträger wählte.
Den Bensbergern, Gummersbachern, Kölnern, Wipperfürthern und vielen, deren Bezug zum Bergischen wir nicht erfuhren, war es eine Freude, am Pittermännchen stehen zu bleiben und „ehnfoach eene mitzudrencke“. Ein Ex-Kölner konnte es nicht treffender formulieren: „Un jetzt wird mir echt weihnachtlich warm um’s Hetz.“
Sogar die Regionalausgabe des ‚Mannheimer Morgen’s‘ hatte eine Zeile für die „Neigeplackten“ und ihr Zunft-Kölsch übrig. Ein Hockenheimer mailte dann am Dienstag Morgen danach: Dass ein Neigeplackter in der Zeitung steht, ist erstmalig, ein echtes Lob für eine neue Idee.

Viele Grüße in das Oberbergische
Siegfried Baier
E. Charlott Neugebauer