Renntage in Mittelagger

Renntage in Mittelagger

10/08/2015 Aus Von Uta Lösken

Startfreigabe und schon rollten die Bobby-Cars von der Rampe und mit zunehmender Geschwindigkeit den Zimmerseifer Weg in Mittelagger hinab. Leichte Kurve, Wasserrinne, und dann bremsen vor der gefährlichen Haarnadelkurve, bevor es in die lange Zielgerade ging. Kurvenlage und Beschleunigungsverhalten der Fahrzeuge sowie die Geschicklichkeit der Fahrerinnen und Fahrer entschieden über Sieg oder Niederlage in den Duellen. Viele Male fuhren die Bobby-Cars die Strecke, kommentiert von Cedrik Mosberger, bevor die Gesamtsieger in den verschiedenen Klassen feststanden.

Am 8. und 9. August fand in Mittelagger das 2. Bobby-Car-Rennen statt.
Am Samstag starteten die beiden Alters-Klassen mit Original-Bobby-Car (bis 12 Jahre und „ewig jung“), am Sonntag folgte die Offene Klasse (getunte und selbst gebaute Gefährte erlaubt) und ein Mannschaftswettbewerb.

Bei sommerlichem Wetter säumten viele Besucher die Strecke, feuerten die Fahrer an und ließen es sich mit Kaffee und Kuchen, Würstchen und kalten Getränken gut gehen.
Die Siegerehrung der jungen Fahrer nahm am Samstag die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier vor, die die Rennen begeistert verfolgt hatte.
Am frühen Abend standen dann auch die Sieger der „ewig jungen“ fest, auf dem ersten Platz die unschlagbare Lea Röttger mit ihrem fliegenden Minion.

Den Abend rockten auf der Bühne drei Jungs, die ihre Band „Tapes“ nennen. Ob Stücke von den Ärzten oder Bon Jovi, von den Proclaimers oder Böhse Onkelz, mal Rock, mal Rap – immer ging das Publikum mit. Am Ende gab es noch zwei Gastauftritte: Andreas „Early“ Erlinghagen ließ sein Haar fliegen zu „What shall we do with the drunken sailor. Early in the morning.“ und Florian Sapp stand am Mikro und sang mit der Band, als hätte er das schon immer so gemacht.

Der Sonntag begann mit einem kleinen Festakt am Bolzplatz. Umrahmt von Liedern des MGV Liederkranz wurde die vorläufige Sponsorentafel enthüllt. Dank der Sponsoren ist der Platz inzwischen bezahlt, die IG Dorf schuldenfrei. Bürgermeister Rüdiger Gennies ließ die Entwicklung in Mittelagger Revue passieren vom Abriss der Behelfsbauten bis zum aktuellen Stand mit Dorfplatz und Dorfmarkt, Dorfbüro und eben dem Bolzplatz. Er lobte das vielfältige Engagement und nannte Mittelagger ein „Dorf mit Zukunft“, das die Herausforderungen des demografischen Wandels angenommen habe.

Weiter ging es dann auf dem Renngelände mit den Läufen zur Offenen Klasse, bei der sich acht Fahrerinnen und Fahrer einen heißen Wettkampf lieferten. Da ihre Fahrzeuge meist deutlich schwerer als einfache Bobby-Cars waren, durften sie sich vom Renntaxi den Berg hinauf ziehen lassen. Die Siegerehrung übernahm Kreisdirektor Jochen Hagt.
Danach folgte der Mannschaftswettbewerb. Vier Mannschaften zu je drei Fahrern kämpften schwitzend um den Sieg. Der erste Fahrer startete jeweils von der Rampe aus. Die beiden anderen mussten nach Übergabe des Bobby-Cars den Hang zur Strecke hinauflaufen und von dort losfahren. Hier kam es also auf Fahrgeschick und Lauftempo an, um am Ende den Pokal zu holen.

Zum Abschluss des Renntages wurde das schönste Bobby-Car prämiert. Unter sechs Teilnehmern gewann Lea Röttger auch diese Trophäe für ihren fliegenden Minion.

Zwei Tage, an denen das Wetter mitgespielt hat. Zwei Tage, an denen alles gut gelaufen ist. Zwei Tage, die viel Vorbereitung erfordert haben.
Ein Dankeschön an alle, die sich um die Organisation und Durchführung der Renntage in Mittelagger gekümmert haben. Die hinter der Theke oder vor der Friteuse standen, die Technik gemanagt haben, als Ordner für die Sicherheit da waren und natürlich alle, die vorher aufgebaut haben und hinterher auch wieder abbauen müssen.
Und ein spezielles Dankeschön an unsere Jugendlichen, auf die bei solchen Gelegenheiten Verlass ist.

Ein Fotoalbum vom Bobby-Car-Rennen findet ihr hier.